Selbsthilfe im ländlichen Raum Sachsens und Thüringens
Selbsthilfe stärken, wo sie am meisten gebraucht wird: Sachsen und Thüringen arbeiten gemeinsam im Projekt "Selbsthilfe im ländlichen Raum".
Wir wollen die gemeinschaftliche Selbsthilfe in ländlichen Regionen sichtbarer machen, Zugänge zu Selbsthilfegruppen erleichtern und junge Menschen für das Miteinander in der Selbsthilfe gewinnen. Auch der Aufbau neuer Netzwerke, die Nutzung digitaler Austauschformate und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern waren zentrale Bausteine des Projekts, das 2025 von der AOK PLUS gefördert wurde.
Projektergebnisse 2025
Mehr Sichtbarkeit für die Selbsthilfe im ländlichen Raum
Sachsen und Thüringen führen ihre Zusammenarbeit im Projekt „Selbsthilfe im ländlichen Raum“ auch 2026 fort – erneut gefördert von der AOK PLUS. Ziel ist es, die gemeinschaftliche Selbsthilfe in ländlichen Regionen sichtbarer zu machen und noch mehr Menschen zu erreichen.
Sieben Selbsthilfekontaktstellen in Sachsen und Thüringen sowie die beiden Landeskontaktstellen bringen sich aktiv ein. In den Landkreisen Bautzen, Erzgebirgskreis, Görlitz und Mittelsachsen (Sachsen) sowie im Kyffhäuserkreis und im Weimarer Land (Thüringen) stehen vor allem regionale Aktionstage im Mittelpunkt. Hier wird Selbsthilfe erlebbar – durch Austausch, Information und gemeinsames Engagement vor Ort.
Auch im Landkreis Meißen entstehen neue Ideen: Inspiriert vom Projekt im vergangenen Jahr setzt die Selbsthilfekontaktstelle auf auffällige Außenwerbung im öffentlichen Nahverkehr. Busse werden so zu Botschaftern der Selbsthilfe und machen das Angebot im Alltag sichtbar.
Ein weiteres Vorhaben bringt die Selbsthilfe auch digital stärker in die Fläche: Die Landeskontaktstelle Selbsthilfe Thüringen arbeitet gemeinsam mit regionalen Selbsthilfekontaktstellen daran, neue digitale Zugänge in den Kommunen zu erschließen. Ziel ist es, Selbsthilfeangebote dort sichtbar zu machen, wo Menschen im Alltag unterwegs sind – etwa über Bildschirme in Rathäusern, Kliniken oder Bürgerzentren. Diese sollen mit bestehenden Online-Angeboten wie Websites und Suchfunktionen verknüpft werden. Grundlage dafür ist eine systematische Analyse der vorhandenen digitalen Infrastruktur vor Ort. Darauf aufbauend werden geeignete Standorte bewertet und Inhalte für die jeweiligen Kanäle entwickelt.
Die LAKOS übernimmt im Projekt zentrale Aufgaben in der Koordination und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören die Projektkoordination, die Dokumentation der Aktivitäten auf der Projektwebseite sowie die Videodokumentation einzelner Veranstaltungen. Diese Inhalte werden für die Webseiten der regionalen Selbsthilfekontaktstellen, der Landeskontaktstellen und für die Social-Media-Kanäle aufbereitet und genutzt.
Projektbeschreibung 2025
- Große räumliche Entfernungen
- Weniger Anonymität
- Versorgungslage oft prekär, z. B. Zugang zu medizinischer/psychotherapeutische Versorgung, Beratungseinrichtungen, Kultur, gesunden Lebensmitteln und Internet
- Weniger Möglichkeiten, mobil zu sein
- Bevölkerungsstruktur → eher ältere Menschen
- Oft unattraktiv für jungen Menschen und Familien
- Weniger Selbsthilfegruppen als im städtischen Raum
- Selbsthilfekontaktstellen (SKS) sind meist personell unterversorgt
- Gemeinschaftliche Selbsthilfe sichtbarer machen
- Mehrwert von Selbsthilfegruppen kommunizieren
- Zugang zu Selbsthilfegruppen ermöglichen und erleichtern
- Junge Menschen für gemeinschaftliche Selbsthilfe ermutigen
- Gewinnen von Multiplikatoren und Partnereinrichtungen
- Sammlung von Praxisbeispielen

